Lebenshilfe
Das Holstee-Manifest

This is your life. Do what you love, and do it often.

If you don’t like something, change it. If you don’t like your job, quit. If you don’t have enough time, stop watching TV. If you are looking for the love of your life, stop; they will be waiting for you when you start doing things you love.

Stop overanalyzing, life is simple. All emotions are beautiful. When you eat, appreciate every last bite. Open your mind, arms, and heart to new things and people, we are united in our differences. Ask the next person you see what their passion is, and share your inspiring dream with them.

Travel often; getting lost will help you find yourself. Some opportunities only come once, seize them. Life is about the people you meet, and the things you create with them, so go out and start creating. Life is short. Live your dream and share your passion.

Holstee, 2009

Lebenshilfe
Wie entsteht psychisches Leid?

Nach dem berühmten Psychotherapeuten und Psychiater Irvin D. Yalom gibt es folgende existenzielle Tatsachen des Lebens, die wir akzeptieren müssen:

  • die Möglichkeiten und Fähigkeiten jedes Menschen sind begrenzt
  • alles als sicher Geglaubtes kann jederzeit und unwiederbringlich verloren sein
  • man kann sich selbst und andere Menschen niemals vollkommen verstehen
  • es gibt auf der Welt keine höhere Gerechtigkeit, die dafür sorgt, dass die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden
  • es gibt keine Garantie dafür, dass wir Hilfe bekommen, wenn wir sie brauchen
  • es sind nicht alle Probleme lösbar
  • es gibt Fragen, auf die man auch durch noch so großes Bemühen keine Antwort finden wird

Wir müssen diese existenziellen Begrenzungen anerkennen. Gelingt uns das nicht oder glauben wir, diese nicht ertragen zu können, so entsteht psychisches Leid.

aus: Humanistische Psychotherapie, W. Eberwein, Thieme Verlag, 2009, S. 50

Lebenshilfe
Die fünf Freiheiten menschlicher Kommunikation

Die US-amerikanische Sozialarbeiterin und Psychoanalytikerin Virginia Satir (1916-1988) formulierte die folgenden fünf Freiheiten als Grundlage menschlicher Kommunikation:

  • Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist, anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.
  • Die Freiheit, das auszusprechen, was gefühlt und gedacht wird, und nicht das, was scheinbar erwartet wird.
  • Die Freiheit, zu den eigenen Gefühlen zu stehen, und nicht etwas anderes vorzutäuschen.
  • Die Freiheit, um das zu bitten, was gebraucht wird, anstatt immer auf die Erlaubnis durch andere zu warten
  • Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, anstatt immer auf Nummer sicher zu gehen und nichts Neues zu wagen.

Nach ihrer Vorstellung ist der Mensch von Grund auf gut und strebt nach Wachstum und einem gesunden Selbstwert. Er braucht diese fünf Freiheiten, um dieses Grundbedürfnis zu erfüllen.

Lebenshilfe
Grundbedürfnisse

Alle Menschen haben folgende Grundbedürfnisse – und zwar ab dem Tag ihrer Geburt:

  • Bindung – ich bin nicht allein; ich werde nicht verlassen; ich werde geliebt um meiner Selbst willen
  • Sicherheit – es gibt Dinge, auf die ich mich verlassen kann; ich werde beschützt; ich weiß, was passieren wird
  • Kompetenz – ich kann was; ich habe Einfluss auf das, was mit mir passiert; ich kann etwas bewirken mit meinem Tun
  • Autonomie – ich kann selbst entscheiden; ich bin unabhängig von anderen; ich kann mich weiterentwickeln

Werden eines oder mehrere dieser Grundbedürfnisse über einen längeren Zeitraum nicht erfüllt, so werden Menschen psychisch krank.

Lebenshilfe
Freiheit

„Wenn ich tun und lassen kann, was ich will und keiner mir Grenzen setzt, dann bin ich frei!“

Stimmt das so? Auf den ersten Blick klingt es logisch und nachvollziehbar: Freiheit ist das Gegenteil von Gefangenschaft – ein Gefangener hat Grenzen um sich – also bin ich frei, wenn es keine Grenzen mehr gibt.

Menschen, die frei sein wollen, versuchen also sich aller Grenzen zu entledigen: finanzielle Grenzen, körperliche Grenzen, soziale Grenzen…..und werden frei und glücklich?

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